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Ansicht Rathaus Eimendingen
GER, Fototour, GVV Vorderes Kandertal, Eimeldingen, 03.10.2023

Geschichtsverein

Geschichte Eimeldingen

Dort, wo die Oberrheinebene vom Unterlauf der Kander durchschnitten wird, liegt Eimeldingen mit dem alten Ortskern rund um die Kirche und den Ausweitungen nach Süden und Westen, welche die Gemeinde in den letzten 150 Jahren erfahren hat. Nur mit einem kleinen Zipfel nordöstlich des Dorfes greift die Gemarkung in das Markgräfler Hügelland hinein. Es darf angenommen werden, dass diese einladende Landschaft schon die Kelten und dann die Römer anlockte. Bodenfunde aus jener Zeit liegen jedoch nicht vor. Im Laufe des 4. oder 5. Jahrhunderts besetzten die Alemannen das Gebiet, und an der Kreuzung einer sicher uralten Straße mit der Kander entstand jene Siedlung, die 767 in einer Urkunde neben weiteren Orten in der Umgebung als "Agimotingas" auftaucht, die Siedlung bei den Angehörigen des Agimot, über viele Zwischenformen im Laufe der Jahrhunderte umgewandelt zu "Eymeltingen" (1774).

Heute ist Eimeldingen ein beliebter Wohnort, insbesondere durch seine verkehrsgünstige Lage und der Ausweisung von attraktiven Wohngebieten. Die Bevölkerung hat sich von 1970 bis 2017 enorm erhöht, auf derzeit rund 2.500 Einwohner. Durch die Bereitstellung von Gewerbegelände sind zu den bereits angesiedelten klein- und mittelständischen Betrieben weitere Handwerks- und Gewerbebetriebe hinzugekommen.

Eine gute Infrastruktur, wie Grundschule, Kindergärten, Post, Bahnhof, Sparkassen-SB-Geldautomaten, Hotel und Gaststätten, Einkaufsmöglichkeiten, Bus- und Bahnanschluss nach Basel, Freiburg, Lörrach und Weil am Rhein, sowie aktive Vereine im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich bieten den Einwohnern und Gästen jeden Alters angenehmes Wohnen, abwechslungsreiche Freizeitgestaltung und soziale Einbindung.

Der Geschichtsverein Vorderes Kandertal

Am 18. Mai 2001 im Eimeldingen „Löwen“ von 26 Gründungsmitgliedern aus der Taufe gehoben und im Jahr 2015 mit über 100 Mitgliedern aus personellen Gründen aufgelöst, hatte sich zum Ziel gesetzt, das Wissen um die Ortsgeschichte zu pflegen. Jährliche Ausstellungen im Rahmen des Eimeldingen Dorffestes waren das Ergebnis von Nachforschungen in den Archiven, und die zusammengetragenen alten Fotografien zeigten, wie sich das Gesicht des Dorfes gewandelt hat. Das Gasthaus „Ochsen“ und die Familie Roth, der Mühlbach, der einstige Bahnhof, die ehemalige Maschinenfabrik, der 150. Geburtstag des Männergesangvereins „Liederkranz“,das 30. Dorffest, 100 Jahre Rathaus, der Erste Weltkrieg und die Entstehung des heutigen Ortswappens waren Eimeldingen Themen. Anhand von alten Plänen und Luftbildern wurde die Entwicklung g des Dorfes dokumentiert. Über altes Handwerk, die Markgräfler Tracht und die Dorfläden hatte der Geschichtsverein auch in Nachbargemeinden Interessantes zusammengetragen.

Die Herausgabe eines Fotokalenders trug nicht nur dazu bei, alte Fotografien der Nachwelt zu erhalten, sondern zu den gesammelten Aufnahmen aus den Gemeinden des Verwaltungsverbandes   wurde jeweils auch die dazugehörende Geschichte erzählt - ein Beitrag zum gegenseitigen besseren Kennenlernen der Dörfer. Hinzu kamen interessante Exkursionen, Vorträge und gesellige Stammtische, bei denen Zeitzeugen aus dem Dorf noch Wissenswertes beitragen konnten. Ein Höhepunkt war anno 2005 die Mitarbeit am Frühjahrsband „Das Markgräflerland“, herausgegeben vom Geschichtsverein  Markgräflerland mit  Beiträgen aus dem Vorderen Kandertal. Darin ist unter anderem die Geschichte des Eimeldingen „Ochsen“ und des „Schlössli“ zu finden, ehemaliges Vogtshaus (1493) und ältestes Haus im Dorf, an dessen Stelle sich bei einer Grabung auch Spuren eines römischen Gebäudes fanden.

Texte und Bilder der Ausstellungen wurden zu Broschüren zusammengefasst. Einige dieser Dokumentationen wurden der Gemeinde Eimeldingen im PDF-Format überlassen, und so lässt sich an dieser Stelle darin blättern.

Familie Roth in Eimeldingen

Von Höllstein über Lörrach nach Eimeldingen

Die unverhoffte Chance

Der erste Roth kommt 1622 als Zimmermann von Höllstein nach Lörrach. Nach einigen Generationen wird der Metzgermeister Wilhelm Roth der Stubenwirt der Gemeindestube, dem Sitzungslokal des Stadtrats; er wird 1756 zum ersten Bürgermeister von Lörrach gewählt. Sein Name ist in einem noch erhaltenen Silberpokal der Metzgerzunft eingraviert. Nach dem Bau des ersten Rathauses 1756 wird aus der Gemeindestube der „Ochsen", das erste öffentliche Gasthaus.

Der Sohn des Bürgermeisters, der auch Wilhelm heißt, übernimmt 1766 nach der Heirat mit Maria Katarina Brödlin in Eimeldingen von Fritz Schwarzwälder das Erblehen „Steinkellerhof`, dessen Wirtschaft schon 1717 ebenfalls „Ochsen" genannt wird. Fritz Schwarzwälder hat nur einen Sohn, der aber 1747 in der Wiese ertrinkt, weshalb der Vater die markgräfliche Genehmigung erhält, seine Tochter Anna Katharina, die seit 1762 mit dem Lörracher Kronenwirt Johannes Brödlin verheiratet ist, als Erbin des Steinkeller-Lehens einzusetzen. Doch Brödlin will lieber auf seiner Lörracher „Krone" sitzen bleiben und bittet darum, das Wirtslehen zu Eimeldingen seiner Tochter Maria und damit seinem Schwiegersohn Wilhelm Roth übergeben zu dürfen. So kommt, nach Erneuerung des Lehenbriefes durch Markgraf Carl Friedrich von Baden, der Steinkellerhof in Eimeldingen 1766 an die Roths.

Sie wollen mehr Erfahren?

Dann laden sie sich das komplette pdf über die Familie Roth in Eimeldingen (PDF-Dokument, 2,12 MB, 04.01.2024) zum Lesen herunter.

Der Eimeldinger Mühlbach

Lebensader des Dorfes

Auf alten Bildern ist der Bach gut mit Wasser gefüllt, er war noch ein lebendiges Gewässer, das nicht nur ein­fach so dahin floss, sondern eine wichti­ge Lebensader. Als der Geschichtsver­ein Vorderes Kandertal daran ging, eine Ausstellung über den Eimeldinger Mühlbach vorzubereiten, fand eine Be­gehung statt. Bei dieser interessanten Entdeckungstour, die vom Abzweig aus der Kander (am Mühlenwuhr) bis zur Wiedereinmündung in die Kander (beim Märktmattenwuhr) führte, war der Bach oft nur noch schwer zu erkennen.

Im ersten Abschnitt war er bis zur Unter­querung der Autobahn gesäumt von dichtem Ufergehölz, und im weiteren Verlauf verlandet und mit Gras zuge­wachsen - kein Vergleich mit dem munteren Bach von einst. Alte Fotografien vermittelten in der Aus­stellung den Eindruck, wie schön es wäre, wenn der Dorfbach wieder so fließen würde wie in den Zeiten, als das Wasser zum Antrieb dreier Kornmühlen und einer Sägemühle benötigt wurde, sowie zur Bewässerung der Matten. Weil das Nass so kostbar war, waren strenge Regeln einzuhalten, die in den Statuten der Eimeldinger Wuhr­genossenschaft festgeschrieben wurden. So war es verboten, das Ufer zu bepflanzen, und bei der Bewässerung war ein genauer Zeitplan vorgegeben.

Seit Alters her gab es Streit zwischen Müllern und Mattenbesitzern, wenn die einen den anderen das Wasser abgegraben hatten. Der Unterhalt des ganzen Bachlaufs und des Aqädukts, das den Bach unterhalb der Oberen Mühle über die tiefer liegende Kander führt, erfolgte arbeitsteilig durch die Mitglieder der Wuhrgenossenschaft. Jeder Matten­besitzer hatte bestimmte Arbeits­stunden abzuleisten, gemessen an der Fläche seiner Grundstücke. So war die Pflege des Mühlbachs ein gemein­schaftliches Anliegen. Mit dem Ende der Mühlen, dem Rückgang der Landwirtschaft und neuen Möglich­keiten zur Ertragssteigerung wurde das Wasser des Baches nicht mehr benötigt. Die Wuhrgenossenschaft löste sich 1979 auf, seither ist die Gemeinde verpflichtet, für den Unterhalt des Gewässers zu sorgen. Die Zeiten, als das ganze Dorf mobilisiert werden konnte, um den Bach zu säubern, waren vorbei, und so hat einmal die Gemeinde 100 000 Mark ausgegeben, um den Bach von einer Baufirma ausbaggern zu lassen. Ab und zu fand eine Bachputzete unter Einsatz freiwilliger Helfer statt. Früher gab es ab und zu noch ein Hochwasser der Kander, das den Bach durchspülte. Weil der Bach zu wenig Wasser bekommt, suchte man nach Lösungen. In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Karlsruhe, der Dualen Hochschule Lörrach und dem trinationalen Umweltzentrum Weil wurden Gutachten, Konzepte und Lösungen erarbeitet, wie dem Bach wieder zu neuem Leben verholfen werden könnte.

Ein Vorschlag ist, die Einmündung auf die Nordseite der Kander zu verlegen und den Bach mit einem zweiten Aquädukt über die Kander zu führen. Im Entenschwumm würde er bei den ersten Häusern wieder mit dem alten Bett verbunden. Davon verspricht man sich einen besseren Wasserdurchfluss. Man könnte außerdem mit einer Fisch­treppe für eine wünschenswerte Durchlässigkeit am Mühlenwuhr sorgen und den Oberlauf des Mühlbachs in ein Naherholungsgebiet einbinden. Was daraus wird, ist noch ungewiss. Das erwähnte Aquädukt ist eine Besonderheit des Systems. Die Überleitung über die Kander bestand früher aus einem Trog aus Eichenholz, der etwa alle 30 Jahre erneuert werden musste, bis 1924 eine Ausführung in Stahlbeton möglich wurde.

Der Mühlbach war aber nicht nur zum Mahlen und Wässern gut. Er wurde auch zum Baden und Wäsche­waschen benötigt. Heute dient er der Feuerwehr noch als Löschwasser­reserve.

Mit der Ausstellung vom 3. bis 5. September 2011 im Rathaussaal Eimeldingen, deren Texte und Bilder in dieser Broschüre enthalten sind, hofft der Geschichtsverein, ein wenig das Bewusstsein dafür geschärft zu haben, dass der Dorfbach einer besseren Pflege bedarf, um als belebendes Element auch künftig das Dorfbild zu bereichern.

Das Mühlenwuhr

Als das alte Wuhr bei der Binzener Bühl­mühle 1797 wegen Hochwasser wieder einmal völlig ruiniert war, entschloss man sich, für den Eimeldinger Mühl­bach einen besseren Anschluss an die Kander zu schaffen. Wegen der Erbauung eines neuen „Gewerbs- und Wässerungswuhrs" unterhalb der Bühl­mühle trafen sich 1802 die Besitzer der drei Eimeldinger Mühlen und der Säge, sowie als Vertreter der Mattenbesitzer aus Eimeldingen Vogt Ambrosius Bürgin und Lorenz Argast, aus Ötlingen Vogt Stücklin, aus Haltingen Stabhalter Kauf­mann, aus Fischingen Vogt Pfündlin, aus Kirchen Vogt Ziereisen und aus Efringen Gemeindeschaffner Friedrich Grässlin mit Landkommissar Enkerlin. Die Mühlen- und Mattenbesitzer legten einen Plan des Eimeldinger Zimmer­meisters (und Sägemüllers) Peter Riegert vor, der auch vom Landkommissariat als ausführbar angenommen wurde. Die Fuhrdienste zur Herbeischaffung der Materialien teilten sich die Müller (kleine Fuhren) und Mattenbesitzer (große Fuhren). Handfrohnden: Für jeden Juchart Mattenbesitz (26 Ar) musste vier Tage mit einem Mann auf der Wuhrbaustelle gearbeitet werden. Gleich nach der Heuernte sollte mit dem Bau begonnen werden. 1807 war das Wuhr fertig gestellt.

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Dann laden sie sich das komplette pdf über den Mühlbach (PDF-Dokument, 2,17 MB, 04.01.2024) zum Lesen herunter.

Dorfläden im Vorderen Kandertal

Ein Beitrag zur Geschichte der Dorfläden in den sechs Gemeinden des Vorderen Kandertals: Binzen, Eimeldingen, Fischingen, Rümmingen, Schallbach und Wittlingen

Der „Tante-Emma-Laden" ist ein Begriff, an den sich viele ältere Menschen mit Wehmut erinnern. Es ist eine gebräuchli­che Bezeichnung für ein kleines Ge­schäft, das Lebensmittel und Artikel des täglichen Bedarfs anbietet. Von Haus­haltswaren, Textilien über Kurz- und Schreibwaren bis hin zu einem reichhal­tigen, frischen Lebensmittelangebot reichte die Palette der Produkte.

In den 1950er bis 1970er Jahren und teil­weise sogar bis in die 1980er Jahre gab es diese kleinen Gemischtwarenläden fast in jedem Dorf. Sie stellten nicht nur die Versorgung der Dorfbevölkerung sicher, sondern dienten auch als sozia­ler Treffpunkt und als lokale Nachrich­tenbörse. Die Dorfläden wurden meist als Famili­enbetrieb geführt und später dann auch oft noch als Nebenerwerb. Für die Leute war es bequem, zu Fuß zum Ein­kaufen zu gehen und für viele ältere Menschen, die nicht motorisiert waren, boten sie die Möglichkeit, schnell mal "um die Ecke" etwas zu besorgen. Die Inhaber dieser Dorfläden boten aber auch allerlei Dienstleistungen an, die die Kunden sehr zu schätzen wuss­ten. Dazu gehörte das Einkaufen "auf Anschreiben", die Rabattmarkenhefte, Warenproben, Hauslieferungen und Be­stellungen von speziellen Waren auf Kundenwunsch. „Anschreiben" bedeutet, dass der Händler für den Kunden ein Heft führte, in das Kaufdatum, Preis und gekauftes Produkt eingetragen wurden. Die ein­zelnen Posten wurden addiert, bis die aufgelaufene Rechnung vom Kunden zu einem zuvor vereinbarten Termin be­glichen wurde. Aber auch die Kinder kamen nicht zu kurz: Himbeerbonbons, Kaugummi und Lutscher waren beliebte Geschenke. Aber leider waren diese klassischen „Tante-Emma-Läden" in den Dörfern seit den 1980er Jahren nicht mehr kon­kurrenzfähig und konnten sich gegen die großen Lebensmittelketten nicht mehr behaupten. Auch die sechs Ge­meinden im Vorderen Kandertal waren hiervon betroffen. Es gibt - mit Ausnah­me von Rümmingen - keine kleinen Dorfläden mehr in den Gemeinden.

Der ländliche Gemischtwarenladen oder „Tante-Emma-Laden" war nicht nur der Ort, wo man sich mit Lebensmit­teln versorgte. Er war auch ein Treff­punkt, wo man Zeit für ein Schwätzchen hatte und so das Neueste erfuhr. Zeit musste man auch mitbringen, denn vieles, was heute fertig verpackt in den Supermarktregalen zum Mitnehmen be­reit steht, musste erst abgewogen und in Tüten abgefüllt werden. Es gab keine Plastiktüten, somit entstand im Haushalt kein Verpackungsmüll, wie man ihn heute kennt. Wollte man Öl kaufen, musste man eine Flasche mitbringen, und bekam das Gewünschte direkt aus dem Salat- und Speiseölbehälter abge­füllt. Heringe, Gewürzgurken und Sauer­kraut gab es direkt aus Fässern oder Steingutbehältern.

In den Jahren 1761 bis 1764 wurden in Lörrach mehrere Konzessionen „zum Be­trieb einer Krämerei" erteilt (Gene­rallandes-Archiv). In ländlichen Gegenden gab es bis ins 18. Jahrhundert noch keinen Detailhan­del - Hausierer und Wanderhandwerker brachten die praktischen Dinge des All­tags von Haus zu Haus.

Noch in den 1960er Jahren kam der Bürstenmann aus Todtnau durch die hiesigen Dörfer, voll behangen mit Bürs­ten aller Art, von der Viehbürste bis zur Fassbürste. Der Fischmann aus Eimeldin­gen brachte frischen Fisch. Die Gemischtwarenläden in unseren Dörfern waren teilweise den großen Ein­kaufsorganisationen Edeka oder Kon­sum angeschlossen. Es gab auch Vivo­und Spar-Läden im Dorf (Vivo = viele Vorteile). 1954 begann mit dem Zeitalter der Selbstbedienung das langsame Ende der Dorfläden. Nach 1963 wurden die kleinen Läden durch den Wandel und das Aufkommen der Discounter immer weniger. Ein entscheidendes Datum für den Ko­lonialwaren-Kleinhandel war das Jahr 1861, als in Görlitz die erste Konsumge­nossenschaft, der „Görlitzer Warenein­kaufsverein" gegründet wurde. Damit bekamen die kleinen selbständigen Händler eine mächtige Konkurrenz. Schon 1865 gab es auch in Lörrach ei­ne Konsumgenossenschaft. Die mittel­ständischen Kleinhändler begegneten dieser Konkurrenz mit der Gründung ei­gener Einkaufsvereine. Die Edeka-Gruppe entstand 1898. Da­mals schlossen sich in Berlin 21 Einkaufs­vereine aus dem Deutschen Reich zur Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwa­renhändler (E. d. K.) zusammen.

Die Ausstellung des Geschichtsvereins Vorderes Kandertal im Oktober-November 2009 erinnerte vor allem an die noch in den 1950er und 1960er Jah­ren existierenden Läden in den Ge­meinden des Vorderen Kandertals, zeigte die Häuser, in denen sie sich be­fanden, und versuchte, etwas von der Atmosphäre in einem solchen Laden zu vermitteln. In dieser Broschüre wollen wir eine Zu­sammenfassung unserer Ausstellung „Dorfläden" vom Oktober 2009 in Bin­zen geben und mit Fotos und Ge­schichten an die Dorfläden in den sechs Gemeinden des Vorderen Kan­dertals erinnern.

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Der Bahnhof und seine Geschichte(n)

Dokumentation zur Ausstellung des Geschichtsvereins Vorderes Kandertal vom 30. August bis 1. September 2008
Am Mittwoch, 2. April 2008, 16 Uhr, ist der Bahnhof Eimeldingen verschwunden. Abgerissen und dem Erdboden gleichgemacht. Das vertraute Bild gibt es nicht mehr, der Bahnhof ist nur noch Geschichte. Der Geschichtsverein Vorderes Kandertal hat deshalb in einer Ausstellung vom 30. August bis 1. September 2008 im Rathaussaal den Versuch unternommen, die Eimeldinger Bahngeschichte in groben Zügen nachzuzeichnen. Dies soll nun mit dieser Broschüre noch etwas ausführlicher geschehen. Die Geschichte des Eimeldinger Bahnhofs beginnt mit dem Bau der Badischen Staatseisenbahn MannheimBasel. Am 22. Januar 1851 wurde die Strecke Efringen-Haltingen offiziell freigegeben, nachdem schon im Dezember 1850 die erste festliche Bahnfahrt durch Eimeldingen stattgefunden hatte. 157 Jahre hatte Eimeldingen ein Stationsgebäude, nun war es dem Bau des dritten und vierten Gleises im Wege. „Unsere neue Strecke führt mitten durch den Bahnhof“ verkündete ein Plakat, das einen Maulwurf zeigt. In der Tat wurde im Laufe des Jahres 2008 das Ortsbild im Bereich der Bahnlinie gewaltig verändert, und moderne Maulwürfe haben große Erdmassen umgewühlt. Das Ende des Bahnhofs ist durch ein neues ehrgeiziges Bauvorhaben besiegelt worden. Die neuen Gleise, aus dem Katzenbergtunnel kommend, werden nördlich von Eimeldingen an die alte Bahntrasse heran geführt. Züge halten jetzt nicht mehr am Bahnhof, sondern am Haltepunkt. Vom ersten Streckenplan aus dem Jahr 1846 bis hin zu Bildern vom Abriss und den Neubau-maßnahmen des Jahres 2008 reicht die Spannweite der Dokumentation. Eindrucksvoll schildern ehemalige Fahrdienstleiter in persönlichen Erinnerungen den Bahnhofsalltag am Anfang der 50er und 60er Jahre.

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