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Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke im Landkreis Lörrach


Das Landratsamt Lörrach informiert: Die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) wird seit Ende des 20. Jahrhunderts mit dem stetig zunehmenden internationalen Warenhandel weltweit verschleppt.

Durch ihre Fähigkeit eine große Bandbreite natürlicher und künstlicher Wasseransammlungen zur Aufzucht ihrer Larven zu nutzen, kann sich die sehr anpassungsfähige Stechmückenart in neuen Gebieten schnell ansiedeln.

Hinweis Aussehen: Die Tigermücke ist eine auffällig schwarz-silberweiß gefärbte, relativ kleine Stechmücke (0,5-1cm). Anhand ihrer Größe, ihrer kontrastreichen Zeichnung und ihrer ungefleckten Flügel kann sie eigentlich recht gut von der einheimischen Ringelschnake Culiseta annulata unterschieden werden, mit der sie des Öfteren verwechselt wird.

Hinweis Brutstätten: Als typischer Container-Brüter nutzt sie auch kleinste Wasseransammlungen in natürlichen und künstlichen Behältern jeglicher Art (Astlöcher in Bäumen, Regentonnen, Gullys, Blumenvasen (Friedhof!) und Blumentopfuntersetzer, Vogeltränken, Gebrauchtreifen, verstopfte Dachrinnen etc.).

Hinweis, was vermieden werden sollte: Brutstätten vermeiden bzw. beseitigen, d.h. unnötige Wasserbehältnisse entfernen, Regentonnen entweder komplett abdichten und somit Ein- und Ausflug sicher machen (z.B. mit Gardinenstoff und Gummiband) oder Regenfässer einmal in der Woche restlos (!) entleeren. Ungenutzte Behälter (z.B. Eimer und Gießkannen) umgedreht hinstellen, damit sich kein Regenwasser ansammeln kann bzw. unter einem Dach lagern. Quelle: www.kabsev.de

Die Asiatische Tigermücke ist in den letzten Jahren verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Zum einen schränkt die Art durch ihr auch am hellen Tage sehr aggressives und ausdauerndes Stechverhalten die Lebensqualität ganz erheblich ein. Zum anderen besitzt sie auch die Fähigkeit, verschiedene für den Menschen relevante Krankheitserreger zu übertragen. Die Wahrscheinlichkeit, sich in Deutschland durch Stiche der Asiatischen Tigermücke mit einer dieser Krankheiten anzustecken ist derzeit noch gering. Allerdings ist dies leider nicht ganz auszuschließen und die Wahrscheinlichkeit steigt, je wärmer die Sommermonate und je größer die Ansiedelungen der Asiatischen Tigermücke werden.

Daher wird seit 2016 im Auftrag des Landkreises Lörrach im gesamten Landkreis ein Monitoring durchgeführt, um bisher noch nicht entdeckte Populationen zu detektieren. Bei diesem Monitoring ist vor allem auch Ihre Aufmerksamkeit gefragt. Verdachtsfälle melden Sie bitte an den Fachbereich Gesundheit:

Frau Sigrid Leitner
Ärztlicher Dienst; IfSG, Medizinhygiene, Hygiene (Heime), MRE-Netzwerk, umweltbezogener Gesundheitsschutz, Tigermücke

Telefon: +49 7621 410-2122
Fax: +49 7621 410-92122
E-Mail: sigrid.leitner(at)loerrach-landkreis.de

Weitere Infos: https://www.loerrach-landkreis.de/de/Service-Verwaltung/Fachbereiche/Gesundheit/Tigermuecke